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Cahuita

Unser erstes Wochenende in Costa Rica haben wir in Cahuita an der Karibikküste verbracht. Da Julian am Samstag ausnahmsweise frei bekommen hat und ich noch nicht arbeiten musste, konnten wir von Samstag bis Montag ans Meer fahren. Mit dem Bus von San José fährt man bis Cahuita circa 4 Stunden für gerade einmal 7 Dollar pro Person. Eigentlich wollten wir um 10 Uhr morgens in San José losfahren, allerdings benötigten wir noch Geld und an dieses sind wir nicht so leicht gekommen. In Costa Rica gibt es nicht überall 24h Geldautomaten bzw sind samstags viele Geldautomaten geschlossen. Zusätzlich hab ich bei der Zeitplanung auch nicht bedacht, dass man hier samstagmorgens mindestens eine halbe Stunde vor dem Geldautomat in einer Schlange anstehen muss. Deswegen haben wir wegen 15 Minuten den Bus um 10 Uhr verpasst. Also mussten wir zwei Stunden am Busterminal in San José auf den nächsten Bus warten.

Um zwölf ging es dann endlich los. Im Bus saß man sehr eng. Zunächst fuhren durch den Regenwald über die Cordillera Central (eine Bergkette auf ca. 2000m Höhe), wo es geregnet hat und der ganze Wald voller Nebel war. Durch die offenen Fensterscheiben wurde es plötzlich ziemlich kühl. Als wir dann in die Nähe der Karibikküste kamen, wurde es wieder wärmer. In der Hafenstadt Puerto Limón machten wir einen Zwischenstopp und kauften uns Käse-Empanadas aus Mais. Dann fuhren wir nochmals eine Stunde an der Küste entlang durch Bananenplantagen (von dort kommen die Chiquita Bananen her) bis nach Cahuita.


Cahuita ist ein kleines Dorf mit 600 Einwohnern direkt an der Karibikküste. Im Dorfzentrum gibt es eine geteerte Hauptstraße, an der sich hauptsächlich kleine Hotels/ Hostels und Bars befinden. Die restlichen Straßen sind Lehm- oder Kiesstraßen. Allerdings gibt es dort unzählige Palmen, Blumen und Pflanzen und alles ist grün bzw. bunt. Da wir keine Unterkunft gebucht hatten, sind wir etwas durch den Ort gelaufen und haben ganz am Ende einen Einheimischen getroffen, der Bungalows vermietet. Der Bungalow lag direkt neben dem Nationalpark von Cahuita und nicht weit vom Meer entfernt. Vor unserem Bungalow hatten wir eine Hängematte zum Chillen und um die unzähligen Tiere, die es dort gab zu beobachten. Vom nebenan liegenden Nationalpark konnte man die unterschiedlichsten Tiergeräusche hören. Im Bungalow neben uns wohnte ein etwa 50-jähriger Amerikaner, der schon seit 3 Jahren allein in Cahuita lebt und jeden Tag die Affen aus dem Nationalpark mit Bananen füttert. Deshalb kamen mehrmals am Tag ganz viele Affen zu unserem Bungalow und sprangen auf den Bäumen und dem Dach herum.


Obwohl es gerade an diesem Wochenende schlechtes Wetter hatte und sehr bewölkt war und ab und zu geregnet hat, war es trotzdem total heiß in Cahuita.


Abends haben wir uns in einem kleinen Supermarkt (also eher eine Art Tante-Emma-Laden) Rum gekauft und uns vor unser Bungalow gesetzt. Auch nachts konnten wir noch einige Tiere beobachten. Einmal sprang sogar ein Tier (eine Mischung aus einer Katze und einem Eichhörnchen, den Namen hab ich vergessen) auf der Palme vor unserem Bungalow herum. Eigentlich wollten wir später noch auf eine Party im Ort gehen, aber plötzlich zog ein heftiges Gewitter auf und es hat so stark geregnet, dass wir nicht mehr raus konnten.


Am Sonntagmorgen haben wir ein tolles Café zum frühstücken gefunden. Da es immer noch etwas bewölkt war, entschieden wir nicht zum Strand baden zu gehen, sondern den Nationalpark zu besichtigen. Dieser war eher klein (ca. 10 km²) und lag direkt am Meer. Durch ihn führte eine 8km lange Wanderroute, die meistens an der Küste verlief. Die meiste Zeit sind wir am Strand entlang gelaufen und haben viele Insekten, Krebse und auch Affen gesehen.


Als wir in der Hälfte des Parks Mittagspause machen und unsere mitgebrachten Sandwichs essen wollten, kamen auf einmal von allen Seiten Affen angesprungen und wollten unsere Sandwichs klauen. Es war ziemlich anstrengend auf unsere ganzen Sachen aufzupassen. Ein Affe hat uns dann ein Päckchen Mayonnaise geklaut, ist auf einen Baum geklettert und hat es dort gegessen. Da wir vor lauter Affen nicht zum Essen kamen, sind wir mit unserem Brot in der Hand auf die Flucht gegangen. Kurze Zeit wurden wir noch von der Affen-Herde verfolgt und da diese jedoch nicht ins Wasser kommen, standen wir dann im Meer und haben gegessen.

Nach dieser kurzen Aufregung sind wir am Strand weiter gelaufen bis zum Playa Vargas: Ein sehr schöner und verlassener Strand mit weißem Sand und vielen Palmen. Dort sind wir kurz geschwommen und danach den restlichen Weg bis zum Ausgang gelaufen. Da wir den halben Tag in Flipflops und Badebekleidung durch den Nationalpark gelaufen sind, hatten wir gegen Ende nicht nur schmerzende wunde Füße, sondern ich hatte auch noch Sonnenbrand (obwohl es wirklich stark bewölkt war den ganzen Tag). Bis Cahuita zurück sind wir mit dem Bus gefahren, da wir überhaupt nicht mehr in Flipflops laufen konnten.

Als wir zurück waren hab ich noch am Strand von einem Straßenverkäufer Mangostücke mit Salz, Limette und Pfeffer gekauft. Die Mangos die dazu verwendet werden sind aber nicht weich, sondern so hart wie ein Apfel und ich finde es sehr lecker, auch wenn es dieses Mal etwas versalzen war. Abends waren wir dann noch Pizza Essen und in zwei Bars etwas trinken.


Am Montag Vormittag haben wir dann nach dem Frühstück gepackt und sind mit unserem Gepäck zum Playa Negra gelaufen. Das ist ein Strand, der etwa eine Viertelstunde entfernt von Cahuita liegt und schwarzer Sand hat. Am Montag war endlich schöneres Wetter und es war noch viel heißer. Ich hab die ganze Zeit mega geschwitzt! Am Strand war nicht viel los, da es mittags in der Sonne doch extrem heiß war. 

Nachdem wir dann nach mehreren Stunden in der Sonne und trotz starker Sonnencreme Sonnenbrand hatten, sind wir um 16 Uhr wieder mit dem Bus nach San José zurück gefahren.

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